krwllschchtl

danke, liebes karma!

7. Februar 2010 · 11:09 am

ich muss mal wieder bloggen. eigentlich fallen mir extremst oft irgendwelche hochphilosophischen themen ein, aber dann sitze ich entweder nicht am laptop oder ich habe keinen nerv, alles zu tippen, weil gäste da sind, mit denen ich philosophiere. ich twittere dann eher, z.b. irgendwelche sätze, die gesagt werden, oder ideen, die zum nachdenken anregen sollen.

ich will eigentlich hauptsächlich, dass die leute nachdenken. ich will sie weniger “aufwecken”, denn wenn sie anfangen, selber zu denken und ihre gewohnten denkbahnen mal verlassen, wachen sie von alleine auf. und wenn nicht, sind sie eh nicht stark genug, die wahrheit zu ertragen.

man muss nämlich stark sein, und sich auch trauen können, vor sich selbst, vor allen die man kennt und vor seiner gesamten vergangenheit hinzustehen und zu sagen: alles, oder fast alles, was ich bisher gedacht habe, war falsch.

das tut verdammt weh und sehr wenige leute können das. besonders, wenn man so sensibel ist wie ich, tut es extrem weh. aber ich habe es überlebt. obwohl ich ja ach so “verrückt” bin und “instabil” und überhaupt gestört… vielleicht hat mir grad das, dass ich immer “sonderbar” und “anders” war, dabei geholfen, mein ganzes weltbild und meine einstellungen und werte zu überdenken. ich war es praktisch gewohnt, anzuecken.

aber sehr angepasste, auf ihren ruf bedachte menschen, für die ist das ganze natürlich sehr schwer. sie werden an ihren depressionen eventuell zerbrechen, wenn sie angfangen, ihr weltbild ernsthaft zu überdenken und sich vor allem vor sich selbst eingestehen, dass ihre bisherige lebensauffassung in vielen teilen a) nicht ihre eigene und b) ihnen selbst und einer liebevollen gesellschaft (die sich jeder wünscht, “utopie” usw.) gegenüber eher hinderlich als förderlich war.

es erfordert mut, selbstbewusstsein und einfach stärke (eher mental als körperlich), um diese phase zu überstehen. daher denke ich auch, es war von meinem “schicksal” in ordnung, mich 6 monate arbeitssuchend zu lassen. in dieser zeit konnte ich mehr zu mir selbst finden und mich von weiteren mir von anderen aufgedrückten stempeln befreien. es war ein harter weg und nur, weil ich jetzt wieder arbeite, höre ich nicht damit auf.

es ist so schön, im nachhinein auf etwas zu schauen, das gesamtbild zu sehen und zu erkennen, dass die eigene rolle darin gar nicht so schlecht war, wie man es subjektiv zu dem zeitpunkt in der situation wahrgenommen hat.

das karma rächt, da muss der mensch nichts machen. ich rede jetzt von etwas ganz konkretem, aber ich habe mir vorgenommen, nichts mehr darüber zu bloggen oder sonst wie in der öffentlichkeit zu verbreiten. nur so viel: egal, wie die sache ausgeht, und egal, wieviel und ob ich überhaupt geld bekomme – ich weiß, ich war im recht, und andere haben richtig eiskalt und dreckig gelogen… ob sie es wissen, weiß ich nicht mal! ich traue da so viel ignoranz zu, dass ich sogar zugestehe, dass diese leute glauben, was sie verzapfen. was mein mitleid eigentlich noch mehr erregt. aber wie gesagt – das karma sorgt vor. 2008 hat es begonnen und seither geht es bergab für diese leute… und ich habe damit null zu tun, das hat sich allein aus deren geisteshaltung und verhalten entwickelt.

danke, liebes karma!

kein senf

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