vor vielen, vielen jahren, als ich noch in der pubertät war und frauenzeitschriften gelesen habe, war das mal der titel einer story in der joy. das klang abwegig für mich, mit 25 ist man doch “erwachsen” und weiß, was man will. die wussten es halt nicht, so á la “baby vs. karriere”, aber ich habe den artikel als seitenfüller abgetan.
am montag werde ich selbst 25, und obwohl ich schon einige große krisen hinter mir hatte (“borderline”, essstörungen, studienabbruch…), fühle ich mich zur zeit wieder etwas neben der spur. ich weiß, dass 25 kein alter ist. ich weiß aber auch, dass ab jetzt die zellen des körpers sich nicht mehr so schnell regenieren. theoretisch (mit dem nötigen kleingeld) könnte ich mir jetzt auch die augen lasern lassen, vor ein paar jahren wurde mir noch davon abgeraten, da der augapfel bis 25 wachse.
ich weiß einfach, dass meine jugend vorbei ist, und sie war geil! auch wenn ich natürlich ein paar probleme hatte, aber es hätte alles schlimmer kommen können. ich bin ein gymnasiastenkind vom dorf, untere untere mittelschicht. keine seriösen abstürze, keine polizei, noch nie einen autounfall (abgesehen von der alten, die mitten auf der straße rückwärts in mich rein fährt, was ich nicht als unfall für mich sehe, weil ich nicht schuld war). trotzdem vieles erlebt, das man in illustrer runde zum besten geben kann.
und jetzt? wenn ich jetzt schlitten fahren gehen würde, würde es dann heißen “guck mal die alex, die ist doch auch ’85 oder so, wieso fährt die denn noch schlitten?”? natürlich nicht. den leuten ist sowas scheißegal. aber mir nicht. ich würde gerne öfters kindische sachen machen, die einfach als kindisch verschrieen sind, aber in wirklichkeit allen menschen spaß machen. nicht nur schlitten fahren!
ich denke zuviel nach, oder? mann, ich bin ein viertel jahrhundert hier! und trotz meiner hochsensiblen persönlichkeit und einigen “nahe drans” lebe ich noch, und ich bejahe das leben mittlerweile. ich nehme auch keine medikamente mehr gegen depressionen. die machen nämlich alles nur noch schlimmer bzw. verlagern die probleme… wenn man wirklich etwas erreichen will, persönlichkeitsmäßig als sensibler mensch, der nirgends richtig reinpasst, muss man sein leben ändern. nur mit medis geht das nicht. das überdeckt symptome und löst an anderen stellen welche aus.
wie auch immer. ich weiß nicht, ob es der fakt ist, dass wir alle vergänglich sind und sterben. ob es das ist, was mich tief drinnen aufwühlt. aber ich weiß, dass der körper nicht alles ist. er wird halt alt. das ist es wahrscheinlich eher: die angst, nicht mehr alles machen zu können. natürlich ist das mit 25 sehr früh. aber es ist die hälfte von 50, und als mensch teilt man ja gerne ein, in schritte und intervalle. und man hat das gefühl, das erste viertel sei vorbei (mein opa ist am 14. januar 90 geworden und wissenschaft & forschung tun ihr übrigens – ich werde schon hundert, wenn [nicht] ich aufpasse!). naja. ich habe ja wirklich viel erreicht für meine voraussetzungen (psychisch/persönlichkeitsstrukturell meine ich) und das ruder oft noch rumgerissen. und in der relativ kurzen zeit auch viel erlebt und gelernt, was manche in ihrem ganzen leben nicht mitkriegen. ich sollte mich freuen! normalerweise freue ich mich immer auf meinen geburtstag, also auch auf diesen!
fazit: ich muss endlich mal stolz auf mich sein! was ich in den letzten 25 jahren alles gemacht und erreicht habe, ist doch toll!





1 x senf
1 Ulli // Mrz 8, 2010 at 22:40
25 ist gar nix. Das ist bei mir schon 7 Jahre her
))
senf dazu!