krwllschchtl

die globalisierung hat versagt, weil sie zuviel geld von unten nach oben vertreilt hat

13. März 2010 · 11:33 am

dieses interview mit jeremy rifkin erschien in mainstream medien, und enthält NULL “verschwörungen” – es ist einfach die wahrheit. wie stolz ich auf mich bin, dass ich die selben schlüsse ziehe wie dieser ökonom aus den USA, obwohl mir persönlich viel zu viele informationen fehlen, um mir ein urteil bilden zu können. ich öffne einfach die augen und ziehe schlüsse, und ich weiß, was der sagt, seit ich in die schule gehe. kein witz.

endlich ist es im mainstream [und war schon 2005]! leider hört keiner auf ihn*, aber es ist ein hoffnungsschimmer, dass er von regierungen eingeladen wird (man hätte ihn auch als verschwöri oder lunatic hinstellen können!).

Und das [Zeitgeld, Parallelwährungen, Anm. Alex] soll im großen Stil klappen? Das klingt sehr utopisch.

Wir brauchen ja gerade Utopien. Generationen von Ökonomen haben sich damit beschäftigt, die Marktwirtschaft zu analysieren und Vorschläge zu machen, wie sie besser funktionieren könnte. Dabei ist der Mensch aus dem Blickpunkt geraten. Es ist doch so: Die Globalisierung hat versagt.

Warum hat sie versagt?

Weil sie zu viel Geld von unten nach oben verteilt hat. Die 356 reichsten Familien besitzen heute 40 Prozent des Reichtums der Menschheit. Diese Entwicklung führt uns in den Abgrund. Wenn die Unternehmen die Löhne immer weiter drücken, wird irgendwann niemand mehr ihre Produkte kaufen. Das ist so logisch, dass es eigentlich jeder verstehen müsste. Was wir brauchen, ist eine Reglobalisierung, bei der die Bedürfnisse der Mehrheit im Vordergrund stehen, nicht die Gewinnspannen einer kleinen Minderheit. Der technische Fortschritt lässt sich nicht aufhalten. Ich sehe zwei Alternativen für unsere Zukunft. Die eine ist eine Welt mit Massenarmut und Chaos. Die andere ist eine Gesellschaft, in der sich die von der Arbeit befreiten Menschen individuell entfalten können.

Das Ende der Arbeit kann für die Menschheit einen großen Sprung nach vorn bedeuten. Wir müssen ihn aber auch wagen.

hier gibt es das interview in der stuttgarter zeitung:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/916564?_skip=2

*oder: darf auf ihn hören? die reformversuche werden unterdrückt, nicht jeder politiker ist so drauf wie die herrschenden eliten!

kein senf

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senf dazu!

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